Leckagenortung

Warum Gebäudedichtheit (aus physikalischer Sicht)?

- in der Heizperiode treten Leckageströme zumeist infolge von
  Auftrieb und Wind (und mech. Belüftung) auf.
- das Potential der Strömung bildet die Druckdifferenz zwischen
   innen und außen.

Die Folgen sind u.a.:

  • Energieverluste
  • Zugerscheinungen einhergehend mit Behaglichkeitsverlusten
  • Gefahr von Feuchteanreicherungen im Außenbauteil
  • Entstehung von Bauschäden

 

Was ist eine Leckagenortung und wie läuft diese ab?

Die Leckagenortung wird idealerweise bei 50 Pa Druckdifferenz durchgeführt. So wird das Auffinden der Fehlstellen in der luftdichten Ebene wesentlich erleichtert.

Mit Hilfe des Blower Door Gebläses strömt nun die Außenluft durch die Leckagen in das Gebäude. Es ensteht an den undichten Stellen eine Luftströmung, die problemlos mit der Hand spürbar ist. Ein Möglichkeit die Leckagen zu visuallisieren ist das Thermoanemometer oder die Wärmebildkamera.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Messbereich abschnittsweise oder komplett mit Theaternebel zu fluten. Diese Methode ist bei sehr undichten Gebäuden vor allem für die Zuschauer beeindruckend, in der Praxis jedoch eher ungeeignet, da die genaue Position der Leckagen nur schwer festgestellt werden kann.

Idealerweise kommt die Wärmebildkamera zum Einsatz.

Wird der Blower-Door-Test während der Bauphase zur Qualitätssicherung durchgeführt, sollte die Möglichkeit der Nachbesserung während der Leckagenortung von den beteiligten Firmen genutzt werden.

 

Typische, in der Praxis vorkommende Leckagen:

Außenwandanschluß undicht

Außenwandanschluss undicht

Fußbodenheizung intakt

Fußbodenheizung intakt

Anschuß zur Geschoßdecke undicht

Anschluss zur Geschossdecke undicht

Fenster nicht korrekt angeschlossen

Fenster nicht korrekt angeschlossen

DSCI0003

Fenster schließt nicht

DSCI0002

Anschluss auf Bodenplatte undicht


 

Spitzbodenluke nicht angeschlossen

Spitzbodenluke nicht angeschlossen